Büffelprojekt - NABU

Gemeinsam mit der NABU-Altenburg haben wir einen B

Dabei werden Rückzugsstreifen gelassen, damit sich die Amphibien neue Lebensräume erschließen können. Durch die von uns und dem Naturschutzbund angelegten Tümpel konnten Amphibien wie die Wechselkröte ausgesiedelt werden, zudem ist eine verstärkte Vermehrung von Libellen zu beobachten. Ein schöner Nebeneffekt der künstlich angelegten Tümpel ist der damit einhergehende Hochwasserschutz für Teile unserer Gemeinde, weil sich der Pleiße neue Stauräume bieten.

Auch die Zusammenarbeit mit dem NABU steht nicht unwesentlich unter der Prämisse des Naturschutzes, denn die von ihm hier bei uns angesiedelten Wasserbüffel (Karpatenbüffel) sind ebenfalls vom Aussterben bedroht. Wir unterstützen die wichtige und wertvolle Arbeit des Naturschutzbundes mit unserem gesamten betrieblichen Know how, sei es durch die Nutzung unserer Technik durch Bereitstellung von Absperrgittern. Gemeinsame Nutzung der Transporthänger und des Herden-Managements.

In Abstimmung mit dem NABU nutzen wir unsere vorhandenen Flächen besser aus und bewahren bedrohte Stauden, die die besonders schützenswerten Amphibien als Rückzugsorte benötigen. Des Weiteren dienen die künstlich angelegten Tümpel und Teiche nicht nur der reichlich vorhandenen Tier- und Pflanzenwelt, sondern funktionieren gleichzeitig als Wasserrückhaltebecken und damit dem Hochwasserschutz der anliegenden Ortschaften. Ein ganz besonderes Anliegen unserer Zusammenarbeit ist der Schutz von Flora und Fauna der feuchten Auenwiesen und hier ganz speziell die des Wiesenknopf-Ameisenbläulings.

Der dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling galt bis vor kurzem als stark gefährdet, der Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist sogar vom Aussterben bedroht. Den Fortbestand ihrer Art sichern die Falter durch einen Trick:
Während der Flugzeit von Mitte Juli bis August paaren sich die Bläulinge. Anschließend legt das Weibchen einzelne Eier in die Blüten des Großen Wiesenknopfes. Die schlüpfende Raupe ernährt sich zunächst von der Blüte und lässt sich anschließend auf den Boden fallen. Dort verströmt sie einen Duft, der die Wirtsameise glauben lässt, die Raupe wäre eine ihrer eigenen Larven.
Die Ameise schleppt die Raupe daraufhin in ihr Nest. Dort verbringt die Raupe geschützt den Winter und ernährt sich von der Ameisenbrut. Im darauffolgenden Jahr verpuppt sich die Raupe. Im Juli schlüpft der fertige Falter, der nun schnellstmöglich das Ameisennest verlassen muss, weil seine Dufttarnung nicht länger funktioniert. Die erwachsenen Falter leben wenige Tage. In dieser kurzen Zeit müssen sie geeignete Flugbedingungen und einen Partner finden, um den Kreislauf zu vollenden.

Um den Wiesenknopf-Ameisenbläuling und auch dessen Lebensraum, den Wiesenknopf, zu erhalten, wird in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde und dem NABU ein Bewirtschaftungsplan (Beweidung, Mahd) abgestimmt. Die Mahd erfolgt bis Anfang Juni, beweidet wird mit einem geringen Viehbesatz. Eine weitere Besonderheit stellt dar, dass wir auch als Kleinbetrieb die bäuerliche Tradition bewahren, was in den neuen Bundesländern nicht unbedingt selbstverständlich ist. Wir setzen sehr auf Regionalität, sind bestrebt, unsere Produkte in der Region zu vermarkten. Nicht unerwähnt soll schließlich bleiben, dass wir – obwohl als Biobetrieb arbeitend – unser Ökofleisch für einen bezahlbaren Preis, angepasst an die regionale Struktur und das finanzielle Einkommen unserer Kundschaft, vermarkten.